Der Beitrag heute ist von Thomas Stelling. „Uns verbindet, dass wir uns beide mit den Schnittstellen von GFK und Trauma beschäftigen. Ich mag, wie Thomas in seinem Podcast gewaltfreie Haltung und echte Augenhöhe lebendig macht. Und ich schätze, wie er Themen wie Polarisierung als kollektives Trauma-Symptom in die Welt bringt und damit zum Wandel beiträgt.“ Diane von Muutos e.V.

„Warum hat es sich für dich gelohnt, dich mit Traumaheilung zu beschäftigen – sei es auf deinem eigenen Weg oder in der Begleitung anderer?“

Ich freue mich heute daran, immer noch weicher und berührter zu werden. Für mich ist es inzwischen offensichtlich, dass wir Traumata an der Härte gegenüber uns selbst und anderen erkennen können, ebenso wie an Schwarz-Weiß-Denken und Polarisierungen. 

Für die (trauma-informierte) GFK wünsche ich mir, dass in die Gefühlsliste auch das „Nicht-Fühlen“ aufgenommen wird, denn es ist auch ein Gefühlszustand, der als solcher akzeptiert werden sollte. Und in Bezug auf Ängste kann man oft danach forschen, wo sie bereits einmal aufgetreten sind im eigenen Leben.

Mein Traumalehrer Laurence Heller prägte den Begriff der „futuristic memory“, also einer Erinnerung, die wir in die Zukunft legen: Das wovor wir am meisten Angst haben, ist also meist bereits passiert in unserem Leben.
Ein kleiner Insider: Der Arbeitstitel seines (sehr lesenswerten) Buches „Entwicklungstrauma heilen“ lautete eigentlich „Unsere größte Sehnsucht ist unsere größte Angst“.

Kennst du das vielleicht auch?

Thomas Stelling 

Wir leben gerade in einer Meta-Krise, die nur verwandelt werden kann, wenn auch die Stimmen derer hörbar werden, die durch Trauma gegangen sind. Gewaltfreie Kommunikation und das Wissen um Trauma tragen die Kraft, unsere Welt zu verändern – und dein Licht trägt dazu bei, dass dieser Wandel möglich wird.

Diane und das Team von Muutos e.V.

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